Petra Kasten / 1996
Petra Kasten, Weltlandschaft, 1996

Petra Kasten / 1996

Petra Kasten / 1996 Petra Kasten unterscheidet sehr bewusst zwischen Malerei und Zeichnung. Und obwohl sie durchaus Leinwände als Malgründe wählt, ist sie Zeichnerin aus Überzeugung und Passion. Während eines langen Italienaufenthaltes begann sie, Leinwand wie Papier zu behandeln, ganz lapidar dünn zu grundieren und darauf klare Gegenstände schematisch abzubilden. Hier schärften die Simplizität von Umrisslinien und klare Strukturen die Sinne dafür, wie wenig visuelle Informationen nötig sind, um die Wiedererkennbarkeit eines Objektes zu garantieren. Die Zusammenschau von scheinbar beliebig gesetzten Punkten ergibt ein ganz konkretes Bild, eine Zeichnung. Petra Kasten experimentiert bewusst mit derlei Effekten und liefert, wie in…

Thomas Scheibitz / 1999
Thomas Scheibitz, Landschaft, 1999

Thomas Scheibitz / 1999

Thomas Scheibitz / 1999 Thomas Scheibitz Bilder zelebrieren eine, selbst in der aktuellen Kunst noch immer verbreitete Hassliebe, nämlich jene zum Abbildcharakter von Malerei. Und naturgemäß tragen diese Gemälde und in gleichen Maße seine Skulpturen ihren Affekt auf dem Rücken des Betrachters aus. Das ist eine Herausforderung und das ist gut so. Permanent ergeht ein Appell an selbst unbewusst vorhandene Wiedererkennungswerte, an visuelle Stereo- und Archetypen. Scheibitz mag Dinge so genau wie möglich abbilden – im Sinne ihrer individuellen Gegenständlichkeit – und gleichzeitig – im Sinne der Erkennbarkeit von Realität – so allgemein wie mögliche halten: Formen und Farben wie…

Jan Wawrzyniak / 1999
Jan Wawrzyniak, 1999

Jan Wawrzyniak / 1999

Jan Wawrzyniak / 1999 Jede einzelne Arbeit einer Reihe von 50 Tafeln repräsentiert eine andere Stimmung und deren Flüchtigkeit: Momentaufnahmen. Dies und die Tatsache, dass es sich dabei erneut um eine Art Zyklus handelt, verbindet mit der Auswahl von Polaroids, die Wawrzyniak für diese Publikation getroffen hat. Wenn diese Entscheidung auf den ersten Blick und in der Kenntnis seines malerischen und zeichnerischen Werkes ungewöhnlich wirken mag, so ist sie in Wahrheit jedoch eine folgerichtige Durchführung von Jan Wawrzyniaks Grundthema. In verwaschenen Reproduktionen von Reisefotografien (entstanden während seines USA-Aufenthaltes) greift er die Unwiederbringlichkeit gedanklicher und visueller Verluste und damit die Crux…

Thorsten Waak / 1998
Thorsten Waak, Deldore, 1998

Thorsten Waak / 1998

Thorsten Waak / 1998 Thorsten Waaks kleinformatige Konstrukte funktionieren beinahe wie wohlplazierte Aperçus. Ganz ähnlich wie Paul Klees sparsame Setzungen mit ihrem lapidar-vielsagenden Titeln bieten sich Blätter wie „Kleine Bombe“ (2001) oder „Selbstbetäuber“ (1999) den Betrachtern dar. Bissige Pointen erwachsen aus der charakteristischen Kombination von Zeichnung und Wortwitz. Technoid gebaute Elemente werden bis zum Symbol oder Piktogramm verknappt und lassen dann augenzwinkernd die Frage nach Symbolhaftigkeit und Piktogrammigkeit unbeantwortet.Zumeist sind die Arbeiten in Schwarz-Grau-Weiss gehalten und nicht nur daher wirken die Zeichnungen auf den ersten Blick wie Druckgrafiken. Das hängt bei „Tember“ (1998) oder „Deldore“ (1998) sicherlich damit zusammen, dass…